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Leitbild - Entwicklung Ortszentrum Straßgang

Im Auftrag der Stadt Graz und im Rahmen des EU Projekts SEE-ViTo findet seit Herbst 2010 im Ortszentrum Straßgang eine Leitbildentwicklung statt, welche Februar 2012 abgeschlossen sein soll. Das Straßganger Leitbild soll den Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils bilden und möglichst viele BürgerInnen aktivieren, ihr Lebensumfeld zu gestalten. ViTo ist ein parteipolitisch unabhängiges Projekt, welches die Aktivierung von BürgerInnen und Gewerbetreibenden mit ihren Anliegen und Interessen zur Gestaltung von Straßgang als historisches Ortszentrum in den Mittelpunkt stellt.

Unter dem Motto „Was passiert zwischen Autobahn und Florianiberg?“ finden seit Jänner 2011 verschiedene BürgerInnentreffen statt. In Planungsgruppen wurden die Themen Kommunikation und Infrastruktur, Begegnungsräume sowie Kinder und Jugendliche diskutiert. Die Zwischenergebnisse wurden in größeren Veranstaltungen,dem ersten und zweiten Forum Straßgang, im Jänner bzw. Juni präsentiert. Nähere Informationen zum Entwicklungsprozess können Sie den Protokollen entnehmen. Sie können sich auch einen Eindruck machen und unsere Fotos durchschmökern.

Planungsgruppen-Treffen am 12.03.2011 und 16.03.2011 Protokoll – Ziele zum Download...
 
Planungsgruppen-Treffen am 9.4.2011 und 13.04.2011 Protokolle zum Download...
 
Planungsgruppen-Treffen vom 21.05.2011 Protokolle zum Download...

Und weiter zu den Ergebnissen:

Vision und Leitbild - Stand Oktober 2011

Das Straßganger Ortszentrum bildet das Herzstück des Bezirks Straßgang und vereint mitten in moderner, gewachsener Urbanität die Vorzüge eines Dorfes mit den Annehmlichkeiten einer Stadt.

Dabei verleihen erlebbare Landwirtschaft und Naturnähe neben dem erkennbaren historischen Ortsbild dem Ortszentrum das charakteristische Aussehen einer dörflich geprägten Stadtlandschaft. In öffentlichen Begegnungsräumen ist eine aktive und engagierte Bevölkerung sichtbar, deren soziales Miteinander von gelebter Nachbarschaft und offener Kommunikation zwischen lokalen Akteuren aus Politik und lokaler Wirtschaft geprägt ist. Die vielfältigen kulturellen Angebote sowie Freizeit- und Sportmöglichkeiten ergänzen öffentliche Räume, die Platz für alle Generationen bieten. Familienfreundliches Wohnen wird von einer tragfähigen und bedarfsorientierten Versorgung und Infrastruktur unterstützt und führt zu einer hohen Lebensqualität. Darüber hinaus existiert im Straßganger Ortszentrum eine stabile lokale Ökonomie, welche gemeinsam mit (über)regionalen Betrieben Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.

Leitziele - Stand Oktober 2011

1. LANDWIRTSCHAFT UND NATURNÄHE 
Leitziel: Landwirtschaft und Naturnähe verleihen dem Straßganger Ortszentrum das Gesicht/Aussehen eines modernen „Dorfs in der Stadt“.
  
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Viele Straßgangerinnen und Straßganger sehen Straßgang als „Dorf in der Stadt“. Für das „Dorf in der Stadt“ ist die Landwirtschaft durch sichtbare bäuerliche Bewirtschaftung erlebbar (Optik, Geruch).
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Eine ausreichende Durchgrünung mit Bäumen und (Obst)Wiesen verleiht dem Ortzentrum den typischen grünen Dorfcharakter.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Der Katzelbach bietet genügend Lebensraum.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Florianiberg, Buchkogel und Kehlberg werden als Naherholungsgebiet genutzt und bieten die Möglichkeit, sportlich aktiv zu sein. (Fitnessmeile)
 
2. BAULICHE ENTWICKLUNG - HISTORISCHES ORTSBILD
Leitziel: Die bauliche Entwicklung nimmt Rücksicht auf das historische Ortsbild.
 
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Die historische Bausubstanz bleibt erhalten – die Geschichte von Straßgang ist über die baulich-räumliche Organisation und die Gebäude nachvollziehbar und bleibt lesbar. Die konsequente Bewahrung des historischen Ortszentrums und der wichtigen historischen Bauten wie Rupertikirche, Pfarrkirche mit Nebengebäuden und Friedhof, Bezirksamt, Alte Volksschule etc. gibt dem ansonsten gesichtslos gewordenen Straßgang Identität und Unverwechselbarkeit.
 
STADTTEILLEITBILD ORTSZENTRUM STRAßGANG /ARBEITSPAPIER
 
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Bei der baulichen Entwicklung von Straßgang wird der Fokus auf den öffentlichen Raum – den gemeinsamen Raum – gerichtet. Stichwort: Straßen mit Gesichtern als Begegnungs-, Kommunikations- und Aufenthaltsräume.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Straßgang hat ein erkennbares Zentrum, einen Marktplatz im historischen Bereich. Dieser Marktplatz bietet Raum für Festlichkeiten und verschiedene Tätigkeiten bzw. Aktivitäten.
 
3. BEGEGNUNGSRÄUME, ÖFFENTLICHE RÄUME UND FREIFLÄCHEN
Leitziel: Begegnungsräume, Öffentliche Räume und Freiflächen fördern den sozialen Austausch.
 
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Straßen und Plätze sind Begegnungsräume und sind von einer hohen Gebrauchsfähigkeit und Aufenthaltsqualität gekennzeichnet.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Gemeinsame öffentliche Freiflächen sind für alle StraßgangerInnen zugänglich und nutzbar und sind Orte des sozialen Austausches. Vorhandene Freiflächen sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen sind bestmöglich ausgebaut und genutzt.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Veranstaltungsräume ermöglichen einer engagierten Bürgerschaft ihre Aktivitäten umzusetzen und zu einem vielfältigen soziokulturellen Leben beizutragen.
 
ExpertInnenmeinung/Handlungsempfehlung:
 
Die Gebrauchsfähigkeit und die Aufenthaltsqualität von Straßen und Wegen sind von der Organisation des fußläufigen, ruhenden und fahrenden Verkehrs und deren Dimensionierung abhängig. Attraktive Straßen mit Gesichtern sowie durchdachte und an den Menschen orientierte Wegbeziehungen fördern das Zu-Fuß gehen und führen zu vermehrten Begegnungen im öffentlichen Raum. Zu Fuß gefahrlos erreichbare Infrastruktur des Alltags wie Schulen, Lebensmittel-Geschäfte, Banken oder ÄrztInnen machen Alltagswege zu einem Ort sozialen Austausches. Sichere, barrierefreie Wege erhöhen die selbständige Mobilität jener, die nicht motorisiert unterwegs sind bzw. sein können. Kleine Plätze entlang schmaler Straßen unterstützen den Alltag und stellen eine Möglichkeit dar, die Defizite fehlender Gehwegbreiten zu mindern.
Öffentliche Freiflächen sind Orte des sozialen Austausches und dienen der Alltagserholung. Als solches geben das Raumordnungsgesetz, die ÖNORM oder das Grazer STEK 4.0 entsprechend der BewohnerInnenanzahl eine konkrete Ausstattung an öffentlichen Freiflächen vor. Eine größere Freifläche (z.B. Parkanlage), die Bewegung und Spiel auf der Fläche erlaubt, kann das derzeit gute Angebot für lineare Fortbewegung ergänzen. Eine gute Lage im Straßganger Siedlungsgebiet führt dazu, daß der Park sich in Alltagswege einbinden läßt und als Nebeneffekt dadurch auch besser beaufsichtig wird.
Eine Verlegung des Sportplatzes mit dem Ziel eines Straßganger Sport- und Freizeitzentrums optimiert vorhandene Einrichtungen. Ein neuer Sportplatz könnte die bestehenden Defizite eines fehlenden Trainingsplatzes und fehlender Parkplätze ausgleichen. Gleichzeitig könnte vorhandene Infrastruktur gemeinsam genützt werden. Sollte es zu einer Verlegung des Sportplatzes kommen und ein Freizeitzentrum im Bereich Straßganger Bad entstehen, ist jedoch unbedingt zu berücksichtigen, dass a. das Straßganger Bad bzw. die Freiflächen nicht verkleinert werden sollen und b. überlegt werden muss, wie die Vereine die Anlagen nutzen, ohne dass das Freizeitzentrum gleichzeitig gänzlich vereinnahmt wird.
 
4. KOMMUNIKATION UND SOZIALES MITEINANDER
Leitziel: Offene Kommunikationsmöglichkeiten stärken die Vernetzung zwischen den Menschen und motivieren zu bürgerschaftlichem Engagement.
 
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Es bestehen Kommunikationsplattformen, die die Straßgangerinnen und Straßgangern über bestehende Angebote und Aktivitäten informieren und die Möglichkeit zur Vernetzung bieten.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Die Ressourcen und Potentiale des Straßganger Ortszentrums sind öffentlich bekannt.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Das soziale Miteinander ist von einer offenen Kommunikation zwischen den Bewohnern und Bewohnerinnen sowie mit den lokalen Akteuren aus Politik und Wirtschaft geprägt.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Kommunikationsstrukturen stellen sicher, dass die Anliegen der Straßgangerinnen und Straßganger wahrgenommen werden, an die richtigen Stellen kommuniziert werden und zu einer aktiven Gestaltung anregen.
 
5. KINDER UND JUGENDLICHE – GENERATIONEN
Leitziel: Kinder und Jugendliche, sowie ältere Menschen finden ausreichend Platz im öffentlichen Raum und gesellschaftlichem Leben.
 
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Kinder und Jugendliche finden ausreichend Platz im öffentlichen Raum.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Die Themen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen werden ausreichend kommuniziert und führen zu einem besseren Verständnis zwischen den Generationen.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Die Infrastruktur ist auf die spezifischen Bedürfnisse von verschiedenen Generationen ausgerichtet.
ExpertInnenmeinung/Handlungsempfehlung:
Öffentliche Kinderspielplätze erlauben den Kindern einander, abseits von siedlungsinternen Kontakten kennen zu lernen. Das soziale Umfeld wird erweitert. Sichere Wege zu den Spielplätzen ermöglichen es Kindern, selbständig dorthin unterwegs zu sein. Dies fördert Selbständigkeit und Selbstvertrauen. Bei Jugendlichen ist die Möglichkeit soziale Kontakte zu pflegen bzw. zu knüpfen Anlass, sich im Freiraum aufzuhalten. Für diese Funktion spielen öffentlich zugängliche, kostenfreie Bewegungsräume eine wichtige Rolle, weil neben Treffpunkten und Rückzugsmöglichkeiten auch sportliche Betätigung wichtig ist.
 
6. Versorgung und Infrastruktur, Verkehr
Leitziel: Eine bedarfsorientierte Versorgung und Infrastruktur schafft Lebensqualität und urbanen Komfort.
 
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Die lokale Versorgung und Infrastruktur deckt die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner wird optimal durch die der Gesamtstadt Graz ergänzt.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg In den Geschäften und Lokalen von Straßgang werden regionale Produkte (auch aus Straßgang) angeboten und führen zu einer stabilen lokalen Ökonomie.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Lokale und (über)regionale Betriebe schaffen Beschäftigungsmöglichkeiten.
tl_files/rounded_boxes/images/arrow.jpg Vorausschauende Verkehrslösungen werten den öffentlichen Verkehr auf und berücksichtigen die Einflußfaktoren auf die Luftqualität.