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1. LANDWIRTSCHAFT UND NATURNÄHE
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| Leitziel:
Landwirtschaft und Naturnähe verleihen dem Straßganger Ortszentrum das
Gesicht/Aussehen eines modernen „Dorfs in der Stadt“. |
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Viele
Straßgangerinnen und Straßganger sehen Straßgang als „Dorf in der
Stadt“. Für das „Dorf in der Stadt“ ist die Landwirtschaft durch
sichtbare bäuerliche Bewirtschaftung erlebbar (Optik, Geruch).
Eine ausreichende Durchgrünung mit Bäumen und (Obst)Wiesen verleiht dem Ortzentrum den typischen grünen Dorfcharakter.
Der Katzelbach bietet genügend Lebensraum.
Florianiberg,
Buchkogel und Kehlberg werden als Naherholungsgebiet genutzt und bieten
die Möglichkeit, sportlich aktiv zu sein. (Fitnessmeile) |
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2. BAULICHE ENTWICKLUNG - HISTORISCHES ORTSBILD
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| Leitziel: Die bauliche Entwicklung nimmt Rücksicht auf das historische Ortsbild. |
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Die
historische Bausubstanz bleibt erhalten – die Geschichte von Straßgang
ist über die baulich-räumliche Organisation und die Gebäude
nachvollziehbar und bleibt lesbar. Die konsequente Bewahrung des
historischen Ortszentrums und der wichtigen historischen Bauten wie
Rupertikirche, Pfarrkirche mit Nebengebäuden und Friedhof, Bezirksamt,
Alte Volksschule etc. gibt dem ansonsten gesichtslos gewordenen
Straßgang Identität und Unverwechselbarkeit. |
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| STADTTEILLEITBILD ORTSZENTRUM STRAßGANG /ARBEITSPAPIER |
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Bei der baulichen Entwicklung von Straßgang wird der Fokus auf den
öffentlichen Raum – den gemeinsamen Raum – gerichtet. Stichwort: Straßen
mit Gesichtern als Begegnungs-, Kommunikations- und Aufenthaltsräume.
Straßgang hat ein erkennbares Zentrum, einen Marktplatz im historischen
Bereich. Dieser Marktplatz bietet Raum für Festlichkeiten und
verschiedene Tätigkeiten bzw. Aktivitäten. |
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| 3. BEGEGNUNGSRÄUME, ÖFFENTLICHE RÄUME UND FREIFLÄCHEN |
| Leitziel: Begegnungsräume, Öffentliche Räume und Freiflächen fördern den sozialen Austausch. |
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Straßen und Plätze sind Begegnungsräume und sind von einer hohen Gebrauchsfähigkeit und Aufenthaltsqualität gekennzeichnet.
Gemeinsame öffentliche Freiflächen sind für alle StraßgangerInnen
zugänglich und nutzbar und sind Orte des sozialen Austausches.
Vorhandene Freiflächen sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen sind
bestmöglich ausgebaut und genutzt.
Veranstaltungsräume ermöglichen
einer engagierten Bürgerschaft ihre Aktivitäten umzusetzen und zu einem
vielfältigen soziokulturellen Leben beizutragen. |
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| ExpertInnenmeinung/Handlungsempfehlung: |
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Die Gebrauchsfähigkeit und die Aufenthaltsqualität von Straßen und Wegen
sind von der Organisation des fußläufigen, ruhenden und fahrenden
Verkehrs und deren Dimensionierung abhängig. Attraktive Straßen mit
Gesichtern sowie durchdachte und an den Menschen orientierte
Wegbeziehungen fördern das Zu-Fuß gehen und führen zu vermehrten
Begegnungen im öffentlichen Raum. Zu Fuß gefahrlos erreichbare
Infrastruktur des Alltags wie Schulen, Lebensmittel-Geschäfte, Banken
oder ÄrztInnen machen Alltagswege zu einem Ort sozialen Austausches.
Sichere, barrierefreie Wege erhöhen die selbständige Mobilität jener,
die nicht motorisiert unterwegs sind bzw. sein können. Kleine Plätze
entlang schmaler Straßen unterstützen den Alltag und stellen eine
Möglichkeit dar, die Defizite fehlender Gehwegbreiten zu mindern. Öffentliche
Freiflächen sind Orte des sozialen Austausches und dienen der
Alltagserholung. Als solches geben das Raumordnungsgesetz, die ÖNORM
oder das Grazer STEK 4.0 entsprechend der BewohnerInnenanzahl eine
konkrete Ausstattung an öffentlichen Freiflächen vor. Eine größere
Freifläche (z.B. Parkanlage), die Bewegung und Spiel auf der Fläche
erlaubt, kann das derzeit gute Angebot für lineare Fortbewegung
ergänzen. Eine gute Lage im Straßganger Siedlungsgebiet führt dazu, daß
der Park sich in Alltagswege einbinden läßt und als Nebeneffekt dadurch
auch besser beaufsichtig wird. Eine Verlegung des Sportplatzes mit
dem Ziel eines Straßganger Sport- und Freizeitzentrums optimiert
vorhandene Einrichtungen. Ein neuer Sportplatz könnte die bestehenden
Defizite eines fehlenden Trainingsplatzes und fehlender Parkplätze
ausgleichen. Gleichzeitig könnte vorhandene Infrastruktur gemeinsam
genützt werden. Sollte es zu einer Verlegung des Sportplatzes kommen
und ein Freizeitzentrum im Bereich Straßganger Bad entstehen, ist jedoch
unbedingt zu berücksichtigen, dass a. das Straßganger Bad bzw. die
Freiflächen nicht verkleinert werden sollen und b. überlegt werden
muss, wie die Vereine die Anlagen nutzen, ohne dass das Freizeitzentrum
gleichzeitig gänzlich vereinnahmt wird. |
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| 4. KOMMUNIKATION UND SOZIALES MITEINANDER |
| Leitziel: Offene Kommunikationsmöglichkeiten stärken die Vernetzung
zwischen den Menschen und motivieren zu bürgerschaftlichem Engagement. |
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Es bestehen Kommunikationsplattformen, die die Straßgangerinnen und Straßgangern über bestehende Angebote und Aktivitäten informieren und die Möglichkeit zur Vernetzung bieten.
Die Ressourcen und Potentiale des Straßganger Ortszentrums sind öffentlich bekannt.
Das soziale Miteinander ist von einer offenen Kommunikation zwischen den Bewohnern und Bewohnerinnen sowie mit den lokalen Akteuren aus Politik und Wirtschaft geprägt.
Kommunikationsstrukturen stellen sicher, dass die Anliegen der Straßgangerinnen und Straßganger wahrgenommen werden, an die richtigen Stellen kommuniziert werden und zu einer aktiven Gestaltung anregen. |
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| 5. KINDER UND JUGENDLICHE – GENERATIONEN |
| Leitziel: Kinder und Jugendliche, sowie ältere Menschen finden
ausreichend Platz im öffentlichen Raum und gesellschaftlichem Leben. |
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Kinder und Jugendliche finden ausreichend Platz im öffentlichen Raum.
Die Themen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen werden ausreichend
kommuniziert und führen zu einem besseren Verständnis zwischen den
Generationen.
Die Infrastruktur ist auf die spezifischen Bedürfnisse von verschiedenen Generationen ausgerichtet. |
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| ExpertInnenmeinung/Handlungsempfehlung: |
| Öffentliche Kinderspielplätze erlauben den Kindern einander, abseits von
siedlungsinternen Kontakten kennen zu lernen. Das soziale Umfeld wird
erweitert. Sichere Wege zu den Spielplätzen ermöglichen es Kindern,
selbständig dorthin unterwegs zu sein. Dies fördert Selbständigkeit und
Selbstvertrauen. Bei Jugendlichen ist die Möglichkeit soziale Kontakte
zu pflegen bzw. zu knüpfen Anlass, sich im Freiraum aufzuhalten. Für
diese Funktion spielen öffentlich zugängliche, kostenfreie
Bewegungsräume eine wichtige Rolle, weil neben Treffpunkten und
Rückzugsmöglichkeiten auch sportliche Betätigung wichtig ist. |
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| 6. Versorgung und Infrastruktur, Verkehr |
| Leitziel: Eine bedarfsorientierte Versorgung und Infrastruktur schafft Lebensqualität und urbanen Komfort. |
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Die lokale Versorgung und Infrastruktur deckt die Bedürfnisse der
Bewohnerinnen und Bewohner wird optimal durch die der Gesamtstadt Graz
ergänzt.
In den Geschäften und Lokalen von Straßgang werden
regionale Produkte (auch aus Straßgang) angeboten und führen zu einer
stabilen lokalen Ökonomie.
Lokale und (über)regionale Betriebe schaffen Beschäftigungsmöglichkeiten.
Vorausschauende Verkehrslösungen werten den öffentlichen Verkehr auf
und berücksichtigen die Einflußfaktoren auf die Luftqualität. |