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Stammtisch Protokoll 7. Oktober 2011

Der Verkehr in Straßgang bzw. vor  allem konktrete Lösungungen für die Probleme in der Aribonenstraße und um die Kreuzung Hafnerstraße/Kärtnerstraße/Hans-Hegenbarth-Allee aber auch der öffentliche Verkehr sind den StraßgangerInnen ein großes Anliegen. Zu diesem Anlass wurden Frau DI Urban und Herr Bauer aus der Abteilung für Verkehrsplanung als ExpertInnen zum Stammtisch eingeladen.

Ergebnisprotokoll:

GÄSTE:

DI Barbara Urban (Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz)

Martin Bauer (Abteilung für Verkehrsplanung der Stadt Graz)

 

ABLAUF/Themen:

1. Sammlung der Anliegen für die Aribonenstraße

2. Begehung/Besichtung der Aribonenstraße

3. Diskussion Öffentlicher Verkehr

4. Diskussion Kreuzung Hafnerstraße/Kärntnerstraße/Hans-Hegenbarth-Allee

 

1. Aribonenstraße

Folgende Punkte wurden von den anwesenden StraßgangerInnen formuliert bzw. diskutiert:

  • Nicht-Einhaltung der 30 km/h Zone: Es werden mehr Kontrollen gewünscht. Es befindet sich unmittelbar an der Aribonenstraße ein Kindergarten, eine Volksschule, eine Neue Mittelschule, ein Seniorenwohn- und -pflegeheim, ein Sportplatz und ein Jugendzentrum. Die Menschen werden durch RaserInnen gefährdet.
  • Hohes Verkehrsaufkommen aufgrund der Schleichwegproblematik: Die Aribonenstraße wird von vielen AutofahrerInnen aus Puntigam kommend als Schleichweg benutzt, um die rote Ampel Gradnerstraße / Kärntnerstraße zu umgehen.
  • Einmündung Aribonenstraße / Bahnhofstraße

Eine Einbahnregelung im Kreuzungsbereich dieses Straßendreiecks könnte den Schleichweg für manche unterbinden, da diese Wegführung den Schleichweg geringfügig verlängert, va. ein Stück zurückgefahren werden muss.

  • Parkende Autos am Straßenrand: Es wird wild geparkt, trotz Parkverbotsschildern. Es soll mehr kontrolliert und gestraft werden. Das Nichteinhalten des Parkverbotes im Bereich Einfahrt Hof Lienhart erschwert dessen Arbeit.
  • Seniorenheim/NMS  und vor der NMS: Links und rechts wird geparkt, trotz Halteverbotes – die Straße ist dadurch eng, dennoch rasen Autos durch.

Vor der NMS ist der Straßenraum breiter, da die Baugrenzlinie hier sichtbar ist.

--> Problem: Wenn auf der Straße nicht geparkt wird, verleitet sie noch mehr zum Rasen – Bremsschwellen werden von der Stadt Graz nicht mehr umgesetzt. Sie erschweren die Schneeräumung und verursachen Lärm für jene, die unmittelbar daneben wohnen. („Jeder will sie, aber niemand vor der eigenen Tür).

--> Diskussion um Reduktion des Verkehrs: Ein Absperren in der Mitte der Aribobenstraße (bei der NMS) bedeutet, dass es eine Umkehrmöglichkeit braucht. Es ist ein Anliegen der LehrerInnen (VS, NMS, KIGA) und der Eltern sowie des Seniorenheims und deren BesucherInnen, die Zufahrt von allen Seiten zu erhalten.

  • Sitzbank: Eine Sitzbank soll u.a. eine Möglichkeit zum Rasten für SeniorInnen aus dem Seniorenheim am Weg zum Spar geben.
  • Gehsteige: Es gibt abschnittsweise keine Gehsteige. Weil die Straße teilweise eng und gleichzeitig zugeparkt ist, entstehen gefährliche Situationen für FußgängerInnen.
  • Kreuzung zur Gradnerstraße: Sie ist sehr unübersichtlich und eng. Eine Überquerung der Gradnerstraße ist schwer möglich. Die Einmündung und das letzte Stück mit dem abmarkierten Gehbereich auf Fahrbahnniveau sind nicht zufriedenstellend gelöst. Es fehlt Platz für FußgängerInnen und der Kreuzungsbereich ist unübersichtlich. Frau Urban bestätigt die problematische und unsichere Situation und zeigt jedoch auch die Schwierigkeiten einer Lösung auf: Die Straßenbreite erlaubt keinen erhöhten Gehsteig.

Einbahnregelung: Nachteil ist, dass der Verkehr schneller wird – AutofahrerInnen werden zum Durchrasen verleitet.

Hervorheben des Gehstreifens durch Belagswechsel: Nachteil ist, dass ein Belagswechsel mit Pflastersteinen lauter ist.

--> Möglicher Schritt: Eine gute Lösung könnte im Zuge des EU-Projektes gefunden werden.

 

Stellungnahmen von Frau Urban:

--> Es ist ein 30monatiges Verkehrsprojekt mit Beteiligung der BewohnerInnen für die Aribonenstraße und Bahnhofstraße geplant. Im nächsten halben Jahr entscheidet sich, ob das Projekt genehmigt werden wird. Es wäre auch die Finanzierung von Maßnahmen möglich.

--> Frau Urban wir das Problem bezüglich der überhöhten Geschwindigkeit an die Behörde weiterleiten, mit dem Ansuchen, Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.

--> Wegen Beeinträchtigung der landwirtschaftlichen Fuhren mit Behörde Kontakt aufnehmen.

 

Allgemein wünschen sich die StraßgangerInnen folgendes:

  • Es braucht insgesamt mehr Fußwege und mehr Radwege. Man soll den RadfahrerInnen Vorrang geben. Z.B. einen Radweg entlang der GKB Trasse führen
  • Der Pendlerverkehr aus dem Umland ist ein Problem – man soll den Verkehr eindämmen.

 

Stellungnahme von Frau Urban:

--> Die Strategie der Stadt Graz bzw. der Verkehrsplanung lautet, den Autoverkehr einzudämmen und den Fuß- bzw. Rad- bzw. Öffentlichen Verkehr zu fördern.

--> Herr Bauer berichtet, dass es zukünftig einen Radweg zwischen Haltestelle Webling bis zur Hafnerstraße parallel zur Bahntrasse geben wird.

 

2. Öffentlicher Verkehr: (Martin Bauer)

Buslinie 32: Alle Busse werden zukünftig Gelenkbusse sein, d.h. die Kapazität pro Bus wird erhöht. Eine Intervallverdichtung lässt sich derzeit nicht finanzieren.

Buslinie 31: Wenn die Siedlungsentwicklung laut STEK passiert, soll die Buslinie 31 mittelfristig über die Ankerstraße/Martinhofstraße bis zum Schwimmbad geführt werden. Dort befindet sich ein Grundstück der Stadt Graz, dass als Umkehrschleife genutzt werden kann. Die vorgesehene Straßenbreite beträgt 12m. Davon sind 6,5 m Fahrbahnbreite, 4.0m Geh- und Radweg und 1,5m für Versickerungsfläche vorgesehen.

--> Die anwesenden BürgerInnen weisen darauf hin, dass Radwege bei der Planung unbedingt zu berücksichtigen sind.

Buslinie 62: Es ist keine Intervallverdichtung angedacht, jedoch sollen zu den „Schwachlastzeiten“ (=abends und am Wochenende) Busse geführt werden.

GKB/S-Bahn: soll zukünftig im 15 Minuten Takt geführt werden, fährt bereits derzeit in der Hauptverkehrszeit in der Hauptlastrichtung 4x/Stunde mit unregelmäßigen Intervallen.

 --> Diskussion und Anliegen der BürgerInnen: Wenn Bauarbeiten im Straßenbereich durchgeführt werden, sollte immer barrierefrei gebaut werden. Warum passiert das nicht?

Antwort: Verursachen Holding  (z.B. Wasser) oder andere Leitungsträger die Bauarbeiten gibt es die Vereinbarung, dass der vorherige Zustand wieder herzustellen ist. Für die barrierefreien Maßnahmen wie Gehsteigabsenkungen existieren dann keine Planungen.

--> Es wird festgestellt, das diese Vorgehensweise dringend zu hinterfragen ist. Die zukünftige Vorgabe bei Bauvorhaben im Straßenbereich muss für alle Verursacher lauten: Herstellung einer barrierefreien Kreuzungsgestaltung! Dieser Vorschlag wird in der nächsten Steuerungsgruppensitzung eingebracht.

 

4. Kreuzung Hafnerstraße/Kärntnerstraße/Hans-Hegenbarth-Allee

Es konnte bisher keine zufrieden stellende Lösung gefunden werden. Im Zuge eines Wettbewerbes könnte nach neuen Lösungen gesucht werden. Kärntnerstraße ist im Zuständigkeitsbereich des Landes Steiermark.

--> Herr Bauer wird mit Herrn DI Feigl von der Verkehrsplanung des Landes das Problem besprechen.

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